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29.7.2010 : 18:50

Tagebuch | Dienstag, 6. November 2001

Mt. Tongariro aus der Ferne - © 2001

Von Tongariro National Park nach Rotorua
Es war schon richtig hell als ich munter wurde. Es war kalt und mir taten von den Anstrengungen des vergangenen Tages so ziemlich alle Knochen weh. Nicht gerade motiviert für eine weitere Radetappe machte ich mich ans mühevolle Aufstehen. Doch als ich erstmal am Frühstückstisch saß, war die gute Laune doch wieder da. Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel und es versprach auch heute den ganzen Tag so zu bleiben. Trotz recht niedriger Temperaturen würde es ein angenehmes fahren werden, zumal kaum Steigungen vor uns lagen. Nur kurz vor Turangi gab es einen ziemlichen Anstieg, den ich mir wieder ersparte und im Bus genoss.

Bei Turangi - © 2001

Unsere heutige Fahrradetappe führte uns zuerst den Lake Rotoaira entlang. Von hier aus hatten wir noch mal einen schönen Blick auf den Mt. Tongariro. In Gedanken war ich jetzt bei denjenigen die zu diesem Zeitpunkt den Gipfel erklommen und war froh, dass ich es hinter mir hatte. Abgesehen vom recht heftigen Gegenwind, den wir eigentlich die ganze Zeit hatten, war es heute eine schöne Tour. Kurz vor Turangi machten wir noch mal auf einer Anhöhe Pause um uns den Anblick des Lake Taupo zu gönnen.

 

 

Maori Stammeshaus - © 2001

Es war halt immer wieder ein bezaubernder Anblick. Die Berge, die Seen und die sonstige Landschaft um einen herum. Viel sahen wir ja auch den Ginster blühen, der ja - in der Form des Dornenginsters - eine regelrechte Plage in Neuseeland geworden war. In Turangi wurden dann wieder alle Räder aufgeladen und die Fahrt ging weiter mit unserem Bus. Direkt am See machten wir dann auch unsere Mittagspause. Ich nutzte die Zeit um mich mal so richtig faul in die Sonne zu legen. So hätte ich den ganzen Tag verbringen können. Doch bald ging unsere Fahrt weiter.
Heutiges Ziel war ja Rotorua. Zum einen lag hier ein ausgedehntes Thermalgebiet, zum anderen ist Rotorua die kulturelle Hochburg der Maori. Von den Maori hatte wir bisher kaum Eindrücke aufnehmen können. Hier zeigte sich wirklich, dass 3 Wochen in dem man ein ganzes Land bereist nicht ausreichen um Land und Leute auch nur annährend kennen zu lernen.

 

 

In Rotorua führte uns der erste Weg direkt zum Whakarewarewa Thermal Gebiet - Eintritt $ 18 in der Gruppe $ 11,25. Hier musste ich meine Vorstellung revidieren, die ich mir gemacht hatte, als ich Bilder von Rotorua im Internet sah. Alles war hier wie ein großer Park angelegt und die einzelnen heißen Quellen und Schlammlöcher sowie die Geysire säuberlich eingezäunt. Es fuhren kleine offene Wagen auf Wegen entlang, damit die Touristen möglichst bequem und vor allem auch schnell alles sehen konnten.

 

 

Whaka Thermale - © 2001

Na ja, wie auch immer. Ich ging zu Fuß und war wieder einmal froh, den Frühling für einen Urlaub gewählt zu haben und damit dem großen Besucheransturm aus dem Weg gegangen zu sein. Den Abend gingen wir wieder Essen, wobei mir bei der Fahrt durch die Stadt doch auffiel wie sehr hier alles auf den Tourismus ausgerichtet war. Was ich an Rotorua nicht ganz so schlimm fand war der Geruch. In vielen Beschreibungen las ich ja wie unangenehm die schwefelhaltigen Quellen riechen wsollten. Ich nahm zwar den Geruch wahr aber er störte mich nicht weiter. Vielleicht lag es ja am Frühjahr und den damit verbunden geringeren Temperaturen. Bei unseren Unterkünften hatten wir im Übrigen die Möglichkeit in einer heißen Quelle zu baden. Ich nutzte natürlich die Gelegenheit und ich muss sagen heiß war das Wasser wirklich. Die Nacht verbrachte ich dann tief und fest schlafend in meiner Blockhütte.

 

 

Kochendes Schlammloch - © 2001