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Fahrt nach Wanaka über Arrowtown
Das Frühstück fand wie schon das Abendessen bei Dirk und mir statt. Zur Abwechslung war ich um 02:00 wach, schlief dann allerdings wieder ein und wurde endgültig um 05:00 munter. So hatte ich zumindest Zeit, den gestrigen Tag Revue passieren zu lassen.
Nach dem Frühstück ging es erstmal mit dem Bus bis Arrowtown, eine der letzten noch existierenden Goldgräberstädte. Wir hielten allerdings nicht allzu lange, was auch nicht weiter notwendig war. Wenn nicht jemand gerade sehr Geschichtsinteressiert ist, läuft man halt einmal durchs Dorf, schaut sich an was so an Schmuck angeboten wird und fährt dann wieder ab. Obwohl, ich bin nicht gerecht. Die Stadt hat schon etwas mit ihren alten Häusern, die einen einfach an einen Western erinnern müssen. Die Häuser wie auch die Gehwege und Straßen wurden liebevoll restauriert, um alles so authentisch wie möglich zu erhalten.
Die Weiterfahrt mit dem Bus dauerte nicht allzu lange. Wir hatten im Großen und Ganzen ja richtig Glück mit dem Wetter. Die Sonne strahlte vom Himmel und dennoch war es nicht allzu heiß. Ein Grund, die Route über die Crown Range zu nehmen.
War ich bisher mit meiner körperlichen Leistung zufrieden gewesen, so stieß ich hier aber eindeutig an meine Grenzen. Im Gegensatz zu Dirk oder auch Werner und Brigitte war ich ja ein blutiger Anfänger mit dem Radfahren. In der Ebene fiel es nicht weiter auf, aber die Steigungen an diesem Tag zeigten mir deutlich, dass meine Fitness doch zu wünschen übrig ließ. Es war für mich eine Qual, doch diesmal wollte ich mich durchbeißen. Glücklich war ich, als uns Karsten an einem Stopp alle aufnahm. Nicht wirklich alle. Dirk hatte schon einen gewaltigen Vorsprung. Er kam mit uns zeitgleich am höchsten Punkt der Crown Range an, wo wir dann wieder aufs Rad stiegen, um die herrliche Abfahrt Richtung Wanaka zu genießen.
In Cardrona machten wir einen kleinen Zwischenstopp um eine Kleinigkeit zu Essen. Hier, wie auch fast überall, wo wir entlang fuhren, begegneten uns immer wieder mal andere Radfahrer, die eine ähnliche Tour unternahmen oder aber auch auf eigene Faust und mit erheblich mehr Zeit Neuseeland entdeckten.
Vor dem Hintergrund der Ereignisse am 11. September waren es allerdings weniger Amerikaner, sondern in der Regel Europäer.
Die Abfahrt lag mir natürlich wieder und so waren dann auch Dirk und ich die ersten in Wanaka. Kaum am See angekommen hatte ich auch schon Schuhe und Strümpfe aus und erfrischte meine Beine erst einmal im kühlen Nass des Wassers.
Landschaftlich ist Wanaka traumhaft gelegen. Der See und rundherum die Berge bieten einen prachtvollen Anblick. Hier konnte ich auch eine ganze Reihe von echt tollen Aufnahmen schießen.



