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29.7.2010 : 18:49

Tagebuch | Sonnabend, 3. November 2001

Eingang zum Botanischen Garten - © 2001

Wellington und Fahrt nach Wanganui
Schnell merkte ich, dass wir in Bezug auf die Unterkunft in den letzten Tagen ausgesprochen verwöhnt worden waren. Waren wir auf der Südinsel in großen Zimmern mit großen Betten in relativ neuen Bauten untergebracht gewesen, so zeigte sich die Unterbringung in Wellington doch um einiges bescheidener. Das Zimmer kleiner, mit deutlichen Anzeichen das an der Substanz schon eine Weile nichts mehr gemacht worden war, nicht mehr so breiten Betten und weniger Kissen. Nichts desto trotz schlief ich ganz gut. Nur das aufwachen war unangenehm, denn es regnete mal wieder.

Botanischer Garten - © 2001

Da wir allerdings nur einen halben Tag für Wellington hatten, machte ich mich mutig und fest angezogen auf, um die nähere Umgebung zu erkunden. Wir waren in unmittelbarer Nähe des Botanic Garden untergebracht. Als Erstes viel mir hier die Bebauung auf. Große Teile von Wellington sind an oder auf einem Berg entstanden. Die Straßenführung ist dementsprechend ein ständiges auf und ab. Hier mit dem Fahrrad unterwegs zu sein gibt auf jeden Fall äußerst stramme Schenkel. Mein Ausflug dauerte jedoch nicht allzu lange. Es fing stärker an zu regnen und da hatte ich dann auch keine Lust mehr. Gegen 08:30 trafen wir uns alle in der Halle des Motels.

 

 

Cable Car - © 2001

Da wir das Frühstück heute außerhalb einnehmen wollten, marschierten wir zur Cable Car, die Ihren Ausgangspunkt im Botanic Garden hatte. Übrigens, der Eintritt im Botanic Garden ist frei. Mit der Cable Car hinunter in das eigentliche Zentrum Wellingtons zu fahren war schon ein Vergnügen. Allerdings relativ kurz - es gab nur 3 Stationen auf der Strecke. Unten angekommen ergab sich ein Kontrast wie er stärker wohl nicht sein kann.

 

In der Nähe der Libary Art Gallery - © 2001

Gestern schwärmte ich noch von der Natur die mich umgab und jetzt ragten rings herum Hochhäuser in den Himmel. Die Straßen waren geschäftigt gefüllt. Aber irgendwie hatte ich den Eindruck das hier trotz allem die Zeit etwas langsamer vergeht als beispielsweise in Berlin. Der Eindruck wurde noch verstärkt durch die teilweise recht verspielte Architektur. Kurz gesagt Wellington hat was.

Nach dem Frühstück in einem Bistro trennten wir uns. Mit Dirk unternahm ich eine Stadterkundung. Er wollte noch einmal, wie schon am Morgen, zum Bahnhof und ich zu dem sich in der Nähe befindlichen Parlamentsgebäude. Aufgrund der Bauform wurde das Gebäude von den Neuseeländern liebevoll der Bienenkorb (engl. Beehive) genannt.

 

 

The Behieve - © 2001

Danach machten wir noch einen Kaufhausbummel. Was mir die letzten Tage voll entgangen war, war die Tatsache, dass wir uns in der Vorweihnachtszeit befanden. Dementsprechend gab es viele Abteilungen mit Weihnachtsartikeln. Teilweise dermaßen kitschig, dass ich das schon wieder toll fand. Viel Zeit blieb uns aber nicht. Zum vorgegebenen Zeitpunkt trafen wir uns im Museum of New Zealand. Es folgte noch eine Stadtrundfahrt auf eine der höchsten Erhebung in der Umgebung. Von hier aus hatten wir noch einmal einen tollen Überblick über Wellington. Gerne wäre ich noch ein Tag länger geblieben um auch etwas vom Nachtleben in der Hauptstadt mitzubekommen. Doch Wanganui, unsere nächste Station, wartete.
Landschaftlich hat die Nordinsel für mich nicht mehr die Kontraste zu bieten, die es auf der Südinsel gab. Trotzdem ging ein gewisser Charme von diesen lang gezogenen Straßen durch die Ebene aus.

 

 

Blick auf den Hafen von Wellington - © 2001